Im Notfall erreichen die Betten des Klinikums Halle-Wittenberg schnell ihren Zielort
Die Transportwege in größeren Gebäuden führen in der Regel über Aufzugsanlagen. Diese stellen häufig einen Flaschenhals im Transportfluss dar.
Damit in der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Patienten im Notfall zügig transportiert werden können, wurde an zwölf Aufzugsanlagen das Betten- und Containererfassungssystem SIBUC von Sitron installiert, einige davon erhielten Vorrangschaltungen. Jetzt erreichen in Notsituationen Betten, Container und das Personal schnell ihren Bestimmungsort.
Notsituationen können jederzeit entstehen, sei es durch eine plötzliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes oder durch ein Unglück. In solchen Fällen ist Eile geboten, kurze Transportzeiten können dann lebensrettend sein. Deshalb setzt die Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Klinikum Halle-Wittenberg) das SIBUC-System mit Ultraschall-Sensoren zur Betten- und Containererfassung vor und in Aufzügen ein. Mit einer automatischen Vorrangschaltung an ausgesuchten Aufzügen wurden die Anforderungszeiten dieser erheblich verringert. Gerade während beliebter Besuchszeiten ist die Vorrangschaltung wichtig.
"Das SIBUC-System von Sitron arbeitet einwandfrei und ist eine wesentliche Hilfe für das medizinische Personal", resümiert Herr Malcherczyk, Abteilungsleiter Elektrotechnik/Elektronik im Dezernat Technik des Klinikums der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Vorrangschaltungen mit unterschiedlichen Prinzipien
Um die Anforderungszeiten für Aufzüge zu verringern, sind auf dem Markt neben den – mit Ultraschall-Sensoren arbeitenden – SIBUC-Systemen auch Spezialschlüssel und Induktionsschleifen-Systeme erhältlich. Am einfachsten zu realisieren ist eine Vorrangschaltung mit Spezialschlüsseln. Diese hat jedoch keine optimale Verfügbarkeit, da das Personal den Schlüssel stets bei sich führen muss. Außerdem ist es möglich, den Schlüssel beliebig oft zu vervielfältigen. Des Weiteren muss dokumentiert werden, wem welcher Schlüssel ausgehändigt wurde, was Kosten verursacht. Vorrangschaltungen über Induktionsschleifen erfordern einen aufwändigen Einbau im Fußboden vor dem Aufzug und im Aufzugsboden. Dies führt zu Lärmbelästigung, Dreck und meist auch zur vorübergehenden Stilllegung von Fluren und Aufzügen. Zudem ist in vielen Aufzügen die Montage von Induktionsschleifen technisch gar nicht möglich.
Ultraschall-Sensoren als komfortable und elegante Lösung
Das SIBUC-System von Sitron arbeitet berührungslos und voll automatisch mithilfe zweier Ultraschall-Sensoren vor und im Aufzug. Wird ein Bett in Richtung Aufzug bewegt, erfasst erst der eine Sensor das Bett, dann der andere. Nach einer einstellbaren Verzögerungszeit wird die Vorrangschaltung ausgelöst. Die Verzögerungszeit dient der Unterscheidung eines anfordernden Bettes von einem durchfahrenden. Der Aufzug fährt nun zuerst in die Etage, aus der die Anforderung kam. Im Aufzug erfassen wiederum zwei Sensoren das Bett und befördern nun Bett und Personal bevorrechtigt in das angewählte Stockwerk.
Die Sensoren können sowohl in die Aufzugsdecke als auch in eine abgehängte Decke sauber und schnell montiert werden. In der Standardkonfiguration ist die Bewegungsrichtung unerheblich, jedoch kann das System so eingestellt werden, dass nur aus der Vorzugsrichtung die Vorrangschaltung ausgelöst wird. Somit kann die Erfassungszone auch anderweitig genutzt werden, zum Beispiel um dort beim Rücktransport ein Bett für kurze Zeit abzustellen. Parallel zur Betten-Erfassung kann mit diesem System auch eine Container-Erfassung errichtet werden.
